Veranstaltungen

Filmabend | 25.01.2019, 17:00

Ein Film über „Trostfrauen“ basierend auf einer wahren Geschichte einer Frau auf einem Foto der Ausstellung (Englische Untertitel)

– Künstlergespräch mit Tsukasa Yajima über die Episoden mit den Frauen auf den Fotos der Ausstellung

Der Film erzählt die Geschichte einer älteren Frau, die ständig Beschwerden beim örtlichen Büro wegen des Unrechts einreicht, das sie jeden Tag um sich herum beobachtet. Dadurch knüpft sie eine ungewöhnliche Freundschaft mit einem Beamten des öffentlichen Dienstes, der anfängt, ihr Englisch beizubringen. Obwohl der Film eine Komödie ist, dient das Genre als Mittel, um in das tiefgreifende Thema der koreanischen „Trostfrauen“ während des Zweiten Weltkriegs einzusteigen.

Nach dem Film werden wir ein Künstlergespräch mit Tsukasa Yajima führen, der drei Jahre lang im Haus des Teilens lebte (ein Haus für „Trostfrauen“). Während seines Aufenthaltes realisierte er ein Foto- und Audioprojekt „Face to Face“ mit den Frauen, um sie als Individuen zu porträtieren, nicht als Opfer sexueller Sklaverei. Er wird mit den Frauen, die auf den Fotos der Ausstellung zu sehen sind, über die Episoden sprechen.

Vortrag und Diskussion | 27.01.2019, 18:00

„Genozid, Völkerrecht, Forschung und Prävention: eine Einführung“

– Prof. Dr. phil. Tessa Hofmann

Genozid ist ein vor allem in der Geschichtswissenschaft meist individuell und rechtlich unverbindlich definierter Begriff, während es im Völkerrecht seit 1948 nur eine international verbindliche Definition gibt. Wie es zur Genozidkonvention der Vereinten Nationen kam, was sie beinhaltet – und was nicht – wird Professorin Tessa Hofmann in ihrer Einführung versuchen darzustellen, ebenso wie die Abgrenzung bzw. Überschneidung mit ähnlichen völkerrechtlich relevanten Kategorien (Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschheit/Crimes against Humanity, (Mass) Atrocity crimes). Auch abgeleitete Aspekte wie die Leugnung bzw. Verharmlosung derartiger Verbrechen gegen ethnisch, national oder religiös definierte Kollektive sollen zur Sprache kommen. In diesem Zusammenhang wollen wir gemeinsam diskutieren, inwiefern das „Trostfrauen“-System als Genozid eingeordnet werden kann. Schließlich – und als Ausblick – wird uns die Vorbeugung (Prävention) beschäftigen: Wie können wir aus dem „ultimaten Verbrechen“ lernen, um Wiederholungen zu vermeiden? Welche Rolle spielen Erziehung (schulisch und außerschulisch) sowie staatliche Erinnerungs- und Geschichtspolitik?

Prof. Dr. phil. Tessa Hofmann ist Philologin und Soziologin mit Schwerpunkt komparative Genozidforschung und Migrationsforschung; Sachbuchautorin zur Geschichte, Kultur und Gegenwart Armeniens und seiner Diaspora; Vorsitzende der Menschenrechtsorganisation „Arbeitsgruppe Anerkennung – gegen Genozid, für Völkerverständigung

Bon Voyage, Seven Sisters! | 09.03.2019, 18:00

Sie sind herzlich eingeladen zum Abschiedsempfang für die „Seven Sisters“ in der Ausstellung MuEon DaEon | Sprachlos Vielstimmig am Samstag, den 9. März, um 18.00 Uhr im Korea Verband.

Wünschen Sie gemeinsam mit uns den Seven Sisters eine „Bon Voyage“, bevor sie am 15. März um 19:00 Uhr bei Meanwhile, Elsewhere, einem Projekt der Galerie Irrgang, zu sehen sein werden.

Ihre letzte Chance, die „Seven Sisters“ zu sehen, sich über das Thema „Trostfrauen“ zu informieren und mehr über den Korea Verband zu erfahren! kate hers RHEEs „Full Moon“, die Reihe „Von Angesicht zur Angesicht“ von Tsukasa Yajima und die Archivausstellung zur Geschichte der „Trostfrauen“ verbleiben jedoch in der Ausstellung MuEon DaEon | Sprachlos Vielstimmig.

Wir bieten Speisen und Getränke an.