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Museumsprojekt

MuEon DaEon | Sprachlos Vielstimmig

Überall auf der Welt ist der systematische Missbrauch weiblicher Körper ein Mittel besonders brutaler Macht- und Gewaltausübung. Das Museumsprojekt „MuEon DaEon | Sprachlos Vielstimmig“ in den Räumen des Korea Verbands widmet sich der Kontinuität sexualisierter Gewalt nicht nur in Krisen und Kriegen, sondern auch in Friedenszeiten. Im September 2019 wurde es um eine Dauerausstellung erweitert.


Dauerausstellung

Die „Trostfrauen“ und der gemeinsame Kampf gegen sexualisierte Gewalt

Die Dauerausstellung dokumentiert die Kontinuität sexualisierter Gewalt als global immer wiederkehrende Form der Gewalt. Sie thematisiert die Geschichte der „Trostfrauen“, der sexuellen Sklaverei durch das japanische Militär im Zweiten Weltkrieg, die Wehrmachts- und Lagerbordelle des NS-Regimes, sowie die Vergewaltigungen von deutschen Frauen durch Soldaten der Alliierten. Am Beispiel Südkoreas wird veranschaulicht, wie Gewalterfahrungen und koloniales Erbe weitergereicht werden: Vergewaltigungen durch südkoreanische Soldaten im Vietnamkrieg und organisierte Prostitution für US-Soldaten in Militärstützpunkten in Südkorea. Schließlich werden Wege der Verarbeitung am Beispiel der Ezidinnen nach dem Völkermord von 2014, der Arbeit von Medica Mondiale und unserer Aktivitäten vor Ort aufgezeigt. Zusätzlich zu den dokumentarischen Darstellungen werden auch Kunstwerke wie die „Friedensstatue auf Reisen“ und die „Vietnam Pieta“ von dem bekannten Künstlerpaar Kim Seo-Kyung und Kim Eun-Sung ausgestellt.


Sonderaustellung

In einer Sonderausstellung zeigt das Museum MuEon DaEon vom 6. Dezember 2019 bis 15. Februar 2020 Kunstwerke von Remedios Felias, Kang Duk-Kyung, Kim Sun-Deok und viele weitere Bildzeugnisse der Überlebenden.


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