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Eine Ausstellung über die Überlebenden sexualisierter Gewalt 

Überall auf der Welt ist der systematische Missbrauch weiblicher Körper ein Mittel besonders brutaler Macht- und Gewaltausübung. Die Ausstellungsreihe „MuEon DaEon | Sprachlos Vielstimmig“ in den Räumen des Korea Verbands widmet sich der Kontinuität sexualisierter Gewalt nicht nur in Krisen und Kriegen, sondern auch in Friedenszeiten.

Zum Auftakt zeigen wir vom 10. Januar bis 8. März 2019 die Arbeiten „Seven Sisters“ und„Full Moon“von kate hers RHEE und „Von Angesicht zu Angesicht“ von Tsukasa Yajima.

Blick in die Ausstellung, Foto: Aleks Slota
Blick in die Ausstellung, Foto: Aleks Slota

Der Triumph der „Trostfrauen“ über das Schweigen

Während des Asien-Pazifik Krieges (1937-1945) wurden etwa 200.000 Mädchen und Frauen vom japanischen Militär in die sexuelle Sklaverei gezwungen. Hinter der beschönigenden Bezeichnung „Trostfrauen“ versteckte sich die Vorstellung: Die vom Tod bedrohten Soldaten sollen durch sexuelle Dienste „getröstet“ werden. Die Mehrheit der verschleppten Frauen hat den systematischen brutalen Missbrauch nicht überlebt. Die japanische Regierung weigert sich dennoch bis heute, es als Kriegsverbrechen anzuerkennen. Am 8. Januar 1992 begannen die Überlebenden gemeinsam mit Aktivist*innen vor der japanischen Botschaft ihre Stimmen zu erheben und tun dies nun jeden Mittwoch seit 27 Jahren. Es ist ein Akt der Überwindung des Schamgefühls und der Ermächtigung von Opfern zu Aktivistinnen.

Die beiden Künstler*innen kate hers RHEE und Tsukasa Yajima setzen sich auf unterschiedliche Art mit dem Prozess auseinander, wie das Gefühl der Ohnmacht und der absoluten Sprachlosigkeit (MuEon) durch vielfältige Stimmen (DaEon) seinen Ausdruck findet.


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